6:43.482. Es ist die Zeit, die den Ford F‑150 Lightning SuperTruck zwischen den schnellsten bisher auf der Nordschleife gezählten Prototypen platziert. Mehr als nur ein Rekord ist es ein fahrbares Labor, das die Zukunft von Effizienz, Robustheit und Thermalkontrolle bei Hochleistungs-Elektrofahrzeugen aufzeigt.
Wie wurde der SuperTruck zum schnellsten elektrischen Pickup?
Extremes Ingenieurprojekt: Drei Elektromotoren mit mehr als 1.400 PS (mit Spitzenwerten von bis zu 1.600 PS und im Test über 2.200 PS). In 20,8 km und 73 Kurven sorgt das aerodynamische Paket dafür, dass das Set am Asphalt haftet und für späte Bremsungen sowie aggressive Beschleunigungen optimal ausgelegt ist.
Die Strecke ist unerbittlich für schlecht abgestimmte Fahrzeuge. Die Konsistenz des SuperTruck platziert ihn neben reinen Rennmaschinen, die dort ebenfalls glänzen, wie zum Beispiel der Mustang GTD bei seiner Referenzrunde.
Wie sehen die Motor-, Batterie- und Kühlsystemdaten aus?
Tri‑Motor mit aggressiver Drehmomentvektorisierung; ca. 50 kWh Batterie, die bei einer Hochleistungsrunde etwa 60% Energie verliert; bis zu 1,43 g Seitenbeschleunigung in Teststrecken. Das Bremssystem verwendet Carbon-Keramik-Bremsen und geschmiedete Magnesiumräder mit Pirelli P Zero Slick-Reifen für maximalen Grip.
Um die Hitze- und Belastungsbelastung zu bewältigen, nutzt das System eine Kühlung mit Trockeneis zwischen den Runden, um die Temperatur der Batterie und der Wechselrichter stabil zu halten. Dieser Ansatz stammt aus dem Know-how der extremen Programme der Marke, wie dem Super Mustang Mach‑E mit mehr als 2.200 PS bei Pikes Peak.
Was erklärt 2.700 kg Abtrieb bei 241 km/h?
Rennsportige Aerodynamik: Frontsplitter mit drei Elementen, funktionale Lufteinlässe, seitliche Diffusoren, großer Heckdiffusor und Mehr‑Element‑Heckflügel. Das Ergebnis sind etwa 2.700 kg vertikale Kraft bei ~241 km/h, die aus einem Pickup ein „Boden-Effekt-Auto“ machen.
Dieses Paket entsteht nicht aus dem Nichts. Ford hat Daten bei hoher Geschwindigkeit in Demonstratoren gesammelt, wie zum Beispiel dem SuperVan, der ebenfalls extreme Rundenzeiten anpeilte — siehe, wie die elektrische SuperVan die Zeitmessung am ‘Ring pulverisierte.
Welchen Einfluss hat der Rekord auf Serien-Elektrofahrzeuge und Nutzfahrzeuge?
Wo die Strecke belastend ist, erkennt die Straße den Vorteil. Thermografien, Wechselrichter-Management, Traktionskontrolle und aerodynamische Effizienz bei hohen Geschwindigkeiten wandern in Anwendungen für den Alltagsgebrauch: Autobahnen, Anhängerbetrieb, widriges Klima und konstante Rekuperation.
Diese Validierung steht im Einklang mit der Unternehmensstrategie, die Kosten für elektrische Plattformen zu senken und die technische Reife zu beschleunigen. Mit anderen Worten: weniger Theorie, mehr Daten, wie die Marke selbst zunehmend in ihrer Neuausrichtung auf EVs signalisiert — verstehen Sie die Bewegung unter wie Ford den Fokus auf Elektromobilität verlagert.
Wie schneidet er im Vergleich zu extremen Wettbewerbern auf Strecke und Straße ab?
Der SuperTruck konzentriert sich auf kurze, intensive Einsätze und kontrollierte Brutalität: hohe G, späte Bremsungen, starke Batterieentladung und Rennen-Layout. Komfort- und Alltags-Hypersportwagen setzen hingegen auf Reichweite und Vielseitigkeit, mit Kompromissen bei Komfort, Geräuschentwicklung und Langlebigkeit von Reifen und Bremsen.
Im Bereich der Demonstrator-Elektrofahrzeuge testet Ford auch radikale Konzepte jenseits von Pickups, wie den NASCAR Mustang Mach‑E mit 1.200 PS, anhand dessen es eine modulare Herangehensweise bei Motoren, Wechselrichtern und Torque-Vectoring-Software arbeitet.
Technische Highlights in 10 Sekunden
- 6:43,482 auf der Nordschleife
- Tri‑Motor, 1.400+ PS
- Abtrieb ca. 2.700 kg
- 50 kWh, ca. 60 % pro Runde
- 1,43 g in Kurven
- Carbon-Keramik-Bremsen
- Mg-Räder + Slick P Zero
- Kühlsystem mit Trockeneis
Schneller Vergleich: SuperTruck vs. extreme Wettbewerber
- Fokus: kurze Strecke
- Aerodynamik: Rennfahrer-Niveau
- Gewicht: durch Abtrieb ausgeglichen
- Batterie: klein, hohe Entladung
- Bremsen: Carbon-Keramik
- Pneus: Rennslicks
- Einsatz: EV-Laboratorium
Schnelle FAQ — Fragen, die Sie stellen würden
- Ist die 50 kWh Batterie nicht klein? Für schnelle Runden ja: geringeres Gewicht, bessere Thermikreaktion und hohe Entladung. Im Alltag wird daraus Effizienz und verbessertes Thermomanagement.
- Gibt es immer die 1.400+ PS? Nicht ständig. Es gibt Spitzenwerte je nach thermischer Schwelle und Ladezustand. Das Management zielt darauf ab, die nutzbare Leistung länger aufrechtzuerhalten.
- Erhöht der Abtrieb von 2.700 kg nicht den Luftwiderstand? Doch. Für Kurvengeschwindigkeiten wird die Last priorisiert. Im echten Betrieb können Aero-Feinabstimmungen die Effizienz optimieren.
- Warum Magnesiumräder und Carbon-Keramik-Bremsen? Massereduktion bei nicht schwingender Masse und thermische Ermüdungsresistenz bei wiederholten Bremsvorgängen hoher Energie.
- Kommt das auch für Nutzfahrzeuge? Teilweise. Torque-Software, Thermomanagement und passive Aerodynamik sind die ersten Kandidaten für die Serienreife.
Hat Ihnen gefallen, dass ein elektrischer Pickup zur Streckenreferenz wurde? Hinterlassen Sie Ihren Kommentar: Würden Sie mehr Batterie oder mehr Abtrieb in dieses Rezept stecken?
Author: Fabio Isidoro
Als Gründer und Chefredakteur von Canal Carro widmet er sich mit großer Leidenschaft der Erforschung des Automobiluniversums. Als Auto- und Technologie-Enthusiast erstellt er technische Inhalte und ausführliche Analysen nationaler und internationaler Fahrzeuge und verbindet dabei hochwertige Informationen mit einem kritischen Blick für die Öffentlichkeit.